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Trinkwasser Aufbereitungs Anlage PDF Drucken E-Mail

Allgemeine Informationen:

 

 

Einen Teil der Aufgaben der Betreuungsgruppen in Pinneberg beinhaltet das Errichten und Betreiben einer Trinkwasseraufbereitungsanlage.

Sollte es zu einem Zusammenbruch der Trinkwasserversorgung kommen, kann die TWA-Gruppe alarmiert werden.

Zum Einsatz könnte sie z.B. bei Flutkatastrophen oder auch bei Kontaminierung von Trinkwasserbrunnen kommen. Selbst radioaktive Verunreinigungen kann diese TWA herausfiltern. Lediglich Salzwasser kann mit der Anlage nicht gefiltert werden.

Hierbei speilt es keine Rolle, ob für die Aufbereitung Oberflächenwasser (Seen und Flüsse) oder Brunnenwasser zur Verfügung stehen sollte.

Für die Analysen steht den ausgebildeten Kräften ein kleines, mobiles Labor zur Verfügung, so dass zu jeder Zeit die Qualität des gereinigten Wasser kontrolliert werden kann.
Vor der Ausgabe des aufbereiteten Wassers an die Bevölkerung wird dieses durch das Gesundheitsamt kontrolliert und freigegeben.


Der Bereitschaft Pinneberg steht eine Anlage, bestehend aus zwei kleineren Anlagen, zur Verfügung. Diese wird regelmäßig gewartet und geprüft sowie um neue Komponenten ergänzt. Auch eine Transportblase für das gewonnene Trinkwasser gehört inzwischen zur Ausrüstung.

 

Nur eine ständige Prüfung der Anlage gewährleistet, dass diese stets auf den neuesten Stand gehalten wird.


Im Jahr 2004 erhielt die DRK Bereitschaft Pinneberg einen neuen TWA-Anhänger, wo sämtliches benötigtes Material verlastet ist, um schnelle Hilfe zu gewährleisten.

Sieben Betreuungshelfer haben den Grundlehrgang zum Betrieb der Trinkwasseraufbereitungsanlage an drei Wochenenden erlernt. Diese Ausbildung fand an der DRK-Landesschule in Bellin statt. Der Vollzeitlehrgang umfasste sowohl einen theoretischen als auch einen praktischen Teil.


Zusätzlich findet jährlich ein Praxistraining an der Landesschule statt.


Darüber hinaus finden mindestens 2x im Jahr Übungen an der TWA statt, wo weitere Helfer den Umgang an der Anlage erlernen, um sich fit für den Einsatzfall zu machen. Dabei wird sowohl die Betrieb der Anlage, als auch die Wasseranalyse geübt. Insbesondere die Analyse des Frischwassers macht einen wichtigen Teil der Arbeit aus.

 

Technische Daten :

- Typ: TWA 6
- Umgebungstemperatur: 0 - 50° C
- geeignet für Oberflächenwasser und Brunnenwasser
- Leistung in 1 Stunde: ca. 4.000 l - 6.000 l
- Leistung in 24 Stunden: über 70.000 l
- verwendete Chemikalien: 
* HTH Chlor Granulat (C8) Ca(OCI)2
* Eisen-III-Chlorid Fe3Cl
* Aktivkohle
* Kalk Ca(OH)2
- Berkefeld Filteranlage: Anschwemmfilter mit 2 x 9 Edelstahl-Filterkerzen à 100 µ
- Filterhilfsmittel: Berkesil®
- Faltbehälter:
* 3 Faltbehälter Rohwasser à 8 m³
* 1 Faltbehälter Reinwasser à 8 m³
- Trinkwassertransportmittel: 1 Wasserblase à 3 m³
- weiteres Zubehör = 
* 3 Pumpen
* Schläuche, Armaturen und Zubehör
- Wasseranalyse: kleines, mobiles Labor (u. a. Test für Nitrit, Nitrat, Eisen, Gleitfähigkeit, Temperatur, Chlor, PH-Wert usw.)
- Standort: DRK Bereitschaft Pinneberg
- ausgebildete Kräfte: 7 ehrenamtliche Helfer


Funktionsweise :

- Per Motorpumpe wird Rohwasser aus Seen, Flüsse oder Brunnen in drei je 8.000 l fassende Vorbehandlungsbehälter gepumpt.
- Nach einer Voranalyse werden - je nach Verschmutzung - die entsprechenden Filtermaterialien eingesetzt.

- In einzelnen Schritten werden die folgenden Chemikalien zugegeben:

* HTH Chlor

* Eisen III Chlorid

* Aktivkohle

* Calciumhydroxid

- Nach einer Sedimentszeit (Feststoffe sinken schwerkraftbedingt auf den Boden des Behälters) von 30 - 40 Minuten ist eine erste Entnahme per "Schwimmer" an der Wasseroberfläche (da die Sedimente nicht mit abgepumpt werden dürfen) aus dem Rohwasserbehälter möglich.

- Die Filterkerzen der Filteranlage werden hierfür mit Berkesil® angespült.

- Anschließend wird das Rohwasser mit einer Pumpe durch die Filteranlage in den Reinwasserbehälter gepumpt.

- Die Filteranlage muss zwischenzeitlich immer wieder frei gespült werden und neu mit Berkesil® angespült werden, was jeweils ca. 15 Minuten dauert.

- Im Reinwasserbehälter kann mit einer Chlordosierung dem Wasser der erwünschten Chloranteil zugegeben werden.

- Eine Wasserblase, die auf einem Anhänger oder LKW verlastet wurde, kann anschließend befüllt werden, um das Trinkwasser zur Ausgabestelle zu transportieren.

- Während jedes Schrittes, also Rohwasserentnahme, nach der Vorbehandlung und im Reinwasserzustand wird jeweils eine Analyse im mobilen Labor vorgenommen.

- Die Ausgabe des Trinkwasser darf nur durch vorherige Probenentnahme und Genehmigung durch das zuständige Gesundheitsamt erfolgen!

Die TWA, vorne eine Transportblase, dahinter die Filteranlage und zwei der drei Rohwasser Behälter

 
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